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  3. Selbsteinschätzung: was habe ich geleistet?

Was habe ich dieses Jahr geleistet? Die Frage vor dem Mitarbeitergespräch

Das Formular fragt nach zwölf Monaten, und dir fallen drei Wochen ein. Das liegt selten am Jahr und fast nie daran, dass du dir nichts merken könntest – Erledigtes wird abgelegt, nicht gespeichert. Dagegen hilft zweierlei: einmal rückwärts für dieses Gespräch, einmal vorwärts für das nächste.

Warum dir gerade nichts einfällt

Sobald eine Sache fertig ist, hört der Kopf auf, sie zu halten. Das Offene braucht Aufmerksamkeit, das Erledigte nicht – es wird weggeräumt, und zwar gründlich. An einem einzelnen Abend fällt das kaum auf. Über zwölf Monate ist es der Unterschied zwischen einem vollen Jahr und einem leeren Formular.

Dazu kommt, was ohnehin überlebt: das Letzte und das Auffällige. Ein Projekt vom November steht sofort da, ein gleich grosses vom März nicht. Wer aus dem Kopf antwortet, beschreibt deshalb nicht sein Jahr, sondern sein Quartal – und bewertet nebenbei, wie gut sich etwas erinnern lässt.

Was als Erstes verloren geht

Die laufende Arbeit. Die Einarbeitung der neuen Kollegin, der Kunde, den du beruhigt hast, die Ablage, die niemand mehr durchsuchen musste, weil du sie sortiert hattest. Nichts davon hat ein Enddatum, einen Meilenstein oder eine Zeile in einem System. Es fällt nur auf, wenn es einmal nicht passiert.

Und das Kleine, das in der Menge gross ist. Zwanzig Rückfragen im Monat sind an keinem einzelnen Tag der Rede wert und über ein Jahr eine Aufgabe, die jemand gemacht hat – du. Am Ende stehen drei grosse Dinge im Formular. Der Rest ist nicht ausgeblieben, er ist nur nirgends notiert.

Das Jahr rückwärts einsammeln

Wenn das Formular schon offen ist, hilft kein Nachdenken, sondern Material. Geh die Spuren durch, die deine Arbeit ohnehin hinterlässt, Monat für Monat rückwärts:

Sammle zuerst und ordne danach. Erst wenn alles beisammen ist, sortierst du nach dem, wonach das Formular fragt – wer beides gleichzeitig macht, wirft früh weg. Zwei Stunden reichen dafür meistens, und die Liste wird länger, als du erwartet hast.

Statt einmal graben: mitschreiben

Die Rekonstruktion funktioniert, aber sie funktioniert einmal im Jahr und kostet einen Abend. Billiger ist eine Zeile in dem Moment, in dem etwas fertig wird. Fünf Sekunden, keine Bewertung, kein Bericht – und im Dezember ist die Frage keine Gedächtnisfrage mehr, sondern eine Leseaufgabe.

Cairn ist dafür gebaut: einmal tippen, eine Zeile schreiben, Stein ablegen – das ist das ganze Ritual. Neun Kategorien sind mitgeliefert; wer nicht sortieren mag, lässt sie einfach liegen. Nach ein paar Wochen zeigt die Auswertung: Wohin deine Kraft wirklich geht, nach Kategorie – oft woanders hin, als du dachtest.

Für ein Jahresgespräch zählt vor allem, dass du wieder herankommst: Deine ganze Liste sicherst du jederzeit in eine Datei, die dir gehört, und dieser Export ist auch ohne Cairn Plus vollständig. In der App selbst schaut die Ansicht ohne Plus neunzig Tage zurück – gespeichert bleibt trotzdem alles, weggenommen wird nie etwas.

Die Statistik von Cairn: 174 erledigte Dinge, 46 Tage in Folge und ein volles Aktivitätsraster über die letzten neunzig Tage.
174 Kleinigkeiten, 46 Tage in Folge. Ein Vierteljahr, in dem angeblich nichts passiert ist – so sieht es ohne Cairn Plus aus.

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Kostenlos, keine Werbung, funktioniert offline. Auf Deutsch und Englisch.

Häufige Fragen

Was schreibe ich in die Selbsteinschätzung, wenn mir nichts einfällt?

Nicht aus dem Kopf antworten. Geh Kalender, gesendete Mails und die Dateiablage nach Datum durch und notiere alles, was du findest – sortiert wird erst danach. Aus zwei Stunden Material wird meist eine Liste, die vollständiger ist als jede Erinnerung.

Zählen Kleinigkeiten im Mitarbeitergespräch?

Einzeln selten, in der Menge schon. Zwanzig Rückfragen im Monat sind an keinem Tag der Rede wert; als eine Zeile über das ganze Jahr sind sie eine Aufgabe, die jemand gemacht hat. Fasse Wiederkehrendes zusammen und schreib dazu, wie oft es vorkam.

Wie halte ich das übers Jahr fest, ohne dass es Arbeit wird?

Eine Zeile in dem Moment, in dem etwas fertig ist. Nicht wöchentlich sammeln – am Freitag fehlt schon die Hälfte vom Montag. Womit du es festhältst, ist zweitrangig; dass es dabei ist, wenn etwas fertig wird, macht den Unterschied.

Gibt es dafür eine App?

Cairn ist eine: Einmal tippen, eine Zeile schreiben, Stein ablegen. Das ist das ganze Ritual. Steine setzen ist gratis und bleibt es, ohne Werbung, für Android im Play Store und im Browser. Deine ganze Liste sicherst du jederzeit in eine Datei, die dir gehört – und genau die brauchst du, wenn das Formular kommt.