Erfolgstagebuch-Vorlage: drei Zeilen, mehr braucht es nicht
Die meisten Vorlagen fürs Erfolgstagebuch haben Spalten für Stimmung, Energie, Dankbarkeit und Lernerfahrung. Sie sind schön, und man füllt sie zwei Wochen lang aus. Hier steht die kürzeste Fassung, die noch funktioniert.
Die Vorlage
Ein Blatt, ein Datum, darunter eine Zeile je erledigter Sache. Das ist alles. Kein Raster, keine Bewertung, keine Punkte.
- Oben das Datum – nur damit man später weiss, wann es war.
- Darunter je eine Zeile: was du getan hast, in normalen Worten.
- Nichts sonst. Keine Spalte für „wie war es", keine Note, kein Häkchen.
Ein ausgefülltes Beispiel
Ein ganz normaler Dienstag im Januar. Oben steht das Datum, darunter stehen die Zeilen – hier sind es vier:
- Die Mail an die Krankenkasse abgeschickt, die du drei Wochen vor dir hergeschoben hast
- Rechnungen sortiert, zwei davon bezahlt
- Die Waschmaschine ausgeräumt
- Mit Anna telefoniert
Warum die Spalten fehlen
Jede zusätzliche Spalte ist eine Frage, die du beantworten musst, bevor der Eintrag fertig ist. Bist du abends müde, überspringst du eine Zeile mit vier Feldern und trägst gar nichts ein. Eine Zeile mit einem Feld füllst du auch dann noch aus.
Und die Spalten holen zurück, was ein Erfolgstagebuch gerade loswerden soll: Bewertung. „Wie gut war das?" ist eine andere Frage als „Habe ich es getan?" – und nur die zweite ist immer beantwortbar.
Papier, Datei oder App
Auf Papier braucht es nichts weiter als ein Heft. In einer Tabelle reichen zwei Spalten: Datum und Text. Beides funktioniert, und beides hat dieselbe Schwäche – es ist nicht dabei, wenn etwas fertig wird, und es kann nicht zurückschauen.
Cairn ist dieselbe Vorlage als App: eine Zeile, ein Tipp, fertig. Es ist immer dabei, wenn etwas fertig wird – und das ist der Moment, in dem man einträgt oder nie.
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Kostenlos, keine Werbung, funktioniert offline. Auf Deutsch und Englisch.
Häufige Fragen
Gibt es die Vorlage zum Ausdrucken?
Sie besteht aus drei Regeln: oben das Datum, darunter je eine Zeile pro Erledigung, sonst nichts. Dafür genügt dir jedes linierte Blatt – eine Datei zum Herunterladen wäre mehr Aufwand als die Sache selbst.
Wie viele Einträge sollen es pro Tag sein?
So viele, wie zusammenkommen. An manchen Tagen sind es acht, an anderen einer. Eine Mindestzahl macht aus der Vorlage eine Aufgabe, und Aufgaben füllt man irgendwann nicht mehr aus.
Soll ich auch aufschreiben, was ich nicht geschafft habe?
Nein. Dafür gibt es die To-do-Liste, und die hat ihren eigenen Platz. Ein Erfolgstagebuch, das auch das Offene führt, ist wieder eine To-do-Liste mit einem zusätzlichen Schritt.
Was, wenn ein Tag leer bleibt?
Dann bleibt er leer. Ein leerer Tag im Erfolgstagebuch ist keine Aussage über dich, sondern über den Tag – und meistens darüber, dass niemand daran gedacht hat einzutragen.
